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Baummeditation

Ich stehe locker aufrecht da, mit der ganzen Sohle auf dem Erdboden, die Füße etwa handbreit auseinander gehalten. Der Kopf ruht auf dem aufrechten Oberkörper, aber nicht in den Nacken gelegt. Das Kinn ist etwas zurückgenommen. Nun beginnen die inneren Kräfte zu fließen. Meine Füße senden Wurzeln aus - etwa einen Meter in die Breite und soweit in die Tiefe, bis ich fest verwurzelt bin. Ich hole jetzt mit jedem Einatmen die Erdkraft durch meine Füße in mich hinein. Solange, bis die Erdkraft etwa meine Körperhälfte erreicht hat. Und ich verspüre es. Beim Ausatmen lasse ich die Gedanken wieder in die Wurzeln hinunter und gebe bewusst Überflüssiges ab. Das tue ich ungefähr 20 Atemzüge lang. Wobei der Atem, ohne beschleunigt zu werden, von sich aus ruhiger und größer wird. Mit einem Gedanken folge ich der Wirbelsäule von unten nach oben. Ich wende mich dem Kopf zu, meiner Krone. An seinem Scheitelpunkt - also dem höchsten Punkt des Kopfes - fühle ich ihn an den Himmel angelehnt. Von hier hole ich bei jedem Einatmen die Kraft des Himmels in mich hinein, bis zur Körpermitte, in den Bauchraum. Beim Ausatmen folge ich mit meinen Gedanken dem Atem und gebe mir Unerwünschtes an den Himmel ab. Das tue ich auch etwa 20 Atemzüge lang. Jetzt nehme ich beim Einatmen sowohl von der Erde als auch vom Himmel Kräfte auf. Kräfte, die sich in meiner Körpermitte treffen. Beim Ausatmen gebe ich sowohl nach unten als auch nach oben Schädliches ab. Fest und frei wie ein Baum stehe ich 5 bis 15 Minuten zwischen Mutter Erde und Vater Himmel. Danach nehme ich meine Gedanken in meine Mitte zurück. Und löse mich von der Vorstellung, wie ein Baum zu sein. Dabei gehe ich etwas hin und her, dehne und strecke mich .. und gähne ausgiebig.

Mit einem Baum Kontakt aufnehmen. Keine Minderwertigkeitskomplexe aufkommen lassen. Ein jeder kann dies. Bäume, die mindestens 85 Jahre alt sind - die also drei Generationen überdauert haben -, üben auf den menschlichen Organismus eine eröffnende Ausstrahlung aus. Man muss sich ruhig und gelassen umarmen oder in nächster Nähe stehen bleiben und sie einfach betrachten. Jahreszeit und Tageszeit sind unbedeutend. Wichtig ist Ihr Interesse und Verlangen.

Sie können dadurch neue Impulse empfangen und verhärtete Probleme leichter lösen. Wenn Sie damit begonnen haben, Baum-Betrachtungen zu halten, werden Sie innerlich aufgeweckt, alarmiert, ja sogar unruhig. Hintergründe Ihres Lebens können vorrangig werden. Zählen Sie auf die helfende Kraft des Schöpfers. Jede Baum-Meditation ist ein betrachtendes Gebet. Der Herr sei mit Ihnen. Er begleite Sie und segne Sie. Er gebe Ihnen Kraft, die begonnene Arbeit an sich selbst immer wieder aufzunehmen.